5 Schummler für deine Überschriften

 

Überschriften sind das Um und Auf für deine Webseite, Folder, Buch, Kurs oder Artikel

Ein Blick und der Leser deiner Webseite oder deines Folders entscheidet:

Hier lese ich weiter oder nicht.

Um eine wirksame Überschrift zu erzeugen, brauchst du aber kein Studium.

Mit ein paar kleinen Tricks kann das jeder lernen.

 

Lies hier eine Anleitung, wie du wirksame Überschriften textest.

 

Wozu Überschriften?

Überschriften lassen auf den ersten Blick erkennen, um was es im Text geht.

Zumindest sollten sie es.

Manchmal kommt es aber auch so, dass die Überschrift mehr verspricht, als der Inhalt dann liefert.

Ein NoGo.

Niemals darfst du absichtlich die Zeit deiner Leser verschwenden ;-).

Für Titel (Überschriften) gilt:

  • Passend für deinen Wunschkunden schreiben
  • Stimmig mit deinem Thema
  • Nutzen, Erkenntnisse oder Problemlösungen in Aussicht stellen
  • Sie sollten den Leser zum Weiterlesen animieren
  • Eine Botschaft und
  • Glaubwürdigkeit vermitteln

 

 

Die Zutaten für gute Überschriften

Wirksame Überschriften zu schreiben braucht Zutaten, wie in einem Kochrezept.

Die wichtigste Zutat ist der Kochtopf.

Im Falle deiner Überschrift ist es dein idealer Kunde.

Dann nehme man:

  • Dein Thema
  • Ausgang des Artikels (Buch, Kurs, Anleitung …)
  • Unannehmlichkeiten, das Thema betreffend
  • Hindernisse auf den Weg zum Thema
  • Berühmte Persönlichkeit, die dein Thema gemeistert hat

Und daraus kochst du nun deine Überschriften.

Natürlich kommt es immer auf dein Thema an. Nicht für jedes Thema kannst du alle Arten von Überschriften basteln. Manchmal sind bestimmte
Überschriftarten einfach aufgelegt, andere nicht.

Wenn du Überschriften bastelst, kommt es auch immer darauf an, wie viele Zeichen du zur Verfügung hast. Bei E-Mails sind es knappe 40.

Und diese fünf Möglichkeiten sind auch nicht alle. Es gibt natürlich noch viel mehr ;-).

 

Mit Zahlen Aufmerksamkeit erregen

Wieso liest du gerade diesen Artikel?

Vielleicht, weil dich diese 5 Schummler interessiert haben?

Nun, mit der Zahlen-Überschrift hast du eine Variante, die rasch Aufmerksamkeit potentieller LeserInnen auf deinen Artikel zieht.

Meist sind es Menschen, die noch auf der Suche sind. Menschen, die schon einiges probiert haben und sich die Lösung für ihr Problem unter deinen „99 Wege für die Lösung zu deinem Problem“ erhoffen.

 

Eine Zahl in der Überschrift macht immer dann Sinn, wenn du:

  • Anleitungen schreibst
  • Listen zur Verfügung stellst oder
  • Fehler auflistest, die man vermeiden kann.
  • Auch für Tutorials macht diese Auflistung Sinn

Wenn du dann noch ein Inhaltsverzeichnis für deinen Blog erstellt hast, erkennt der Leser sofort seinen Mehrwert.

Natürlich gibt es auch die Mischformen, die dann die Zahlen-Überschrift mit der „Ultimativen-Überschrift“ oder der „Geheimnis-Überschrift“ verknüpfen.

Beispiele:

  • X Wege (dein Thema) zu meistern
  • X Dinge, bei (dein Thema) Geld zu sparen
  • Diese X Möglichkeiten ersparen dir (Unannehmlichkeiten)
  • Vermeide diese X Handlungen, wenn du dir (Unannehmlichkeit) ersparen willst

 

Die Überschrift für „Dummies“ oder „Faule“

Du kennst sicher die „… für Dummies“-Bücher. Ähnliches gibt es auch für „Faule“. Du schreibst also deinen Leitfaden „für Faule“ – weil er besonders kurze Anweisungen enthält, die wenig Energie brauchen und doch zum Ziel führen.

„Kochen für Dummies“, ein Rezept, wo ein Soufflee so erklärt ist, dass es selbst Anfänger hinbekommen.

„Für Anfänger“ ist natürlich ebenso brauchbar.

Je nach Thema kannst du diese Überschriftenvariante noch ausbauen:

  • Torten backen für Dicke
  • Zeichnen für Unkreative
  • Kreuzfahrten für Geizhälse

Meist lesen solche Überschriften unter allen Menschen diejenigen, die NICHT so sind. Also fleißig, sehr gescheit, sowieso dünn … Das, was sie suchen, ist Zeitersparnis. Um danach noch mehr zu schaffen ;-).

 

Wichtig ist, dass die Bezeichnung für dein Thema und deinen Wunschkunden stimmig ist.

Ich wähle meist „Anleitung“, für mein TCM-Buch „Einsteiger“ habe ich gewählt.

Beispiele:

  • Das ultimative 5-Gang-Menü für Faule
  • Erziehungsratgeber für faule Eltern
  • Schreibtipps für faule Blogger
  • TCM-Ernährung für Einsteiger
  • Die Fahrradreparatur für Dummies

 

Die Zeitnot in der Überschrift

Manchmal braucht es einfach Verknappung.

„Wie du in 5 Sekunden 7 Gedichte auswendig lernst“.

Das macht einfach nur neugierig. Und man erwartet irgendeinen Spaß.

Kaum einer wird so eine Darstellung erst nehmen. Achte also darauf, dass deine Überschrift nicht zu reißerisch daherkommt.
Beispielsweise: In „3 Tagen zum Millionär“.

Solche Überschriften eignen sich natürlich dafür, die Aufmerksamkeit einer bestimmten zweiten Zielgruppe zu erregen. Nämlich der tatsächlich Faulen, die, die sich selber nicht für faul halten, es aber wirklich sind ;-). (Neben den Fleißigen, die auf die Überschrift „für Faule“ anspringen, weil sieWege suchen Zeit zu sparen, um noch mehr leisten zu können).

Überlege, ob du diese zweite Gruppe als Kunden haben möchtest. Meist agieren genau die Unternehmen mit solchen „Versprechungen“, die heiße Luft verkaufen. Und die Menschen, die auf diese Überschriften anspringen, sind oft Menschen, die

  1. nur mal schauen möchten, was hinter dem Angebot steckt,
  2. auf der ewigen Suche nach einer Beschäftigung sind, die keine Arbeit macht ;-).

Wenn du also einen Kurs ausschreibst, bei dem Mitarbeit gefordert ist, macht es wenig Sinn diese Überschriftenform zu verwenden.

Auch wenn die Zeitspanne, etwas zu lernen, eher länger ist, ist es nicht zielführend, wenn du daraus eine Schlagzeile bastelst.

Möchtest du Zeitnot suggerieren, müssen auch hier das Thema und/oder deine Wortwahl passen.

Wähle auch Zusätze, die die Zeitverknappung sichtbar machen.

  • Jetzt für kurze Zeit
  • Nur heute
  • Am 28.09.

 

Beispiel:

Mein Kurs „Werbetexte schreiben lernen“ dauert 3 Monate.

Das ist eine relativ kurze Zeit für die Menge an Stoff, den er umfasst.

Trotzdem sind 3 Monate eine relative Zeitspanne.

Da braucht es Durchhaltevermögen und den festen Willen erfolgreich zu sein.

Schreiben lernen braucht einfach Übung.

Und das dauert.

Dafür kann man es nachher so gut, dass man jede Menge Zeit spart.

Wenn ich jetzt mit den „Werbetexte schreiben lernen in nur 3 Monaten“ Schlagzeilen machen wollte, würde das nicht wirken.

Zeitdruck erzeugen zieht auch nicht immer die passenden Kunden an. Oft sind das diejenigen, die öfter zu Kurzschlusshandlungen neigen und dann die 14-Tage-Geld-Zurück-Möglichkeit nutzen, weil sie nur rasch gekauft haben ohne nachzudenken ;-).

Beispiele:

  • Zaubere ein 5-Gänge-Menü in nur 2 Stunden
  • 20 Kilo in 2 Wochen abnehmen ohne zu hungern
  • Dein Faschingskostüm in 2 Minuten (Mumie aus WC-Papier ;-D)

 

Die „Alle wissen es, nur du nicht“-Überschrift

„Was alle über wirksame Werbetexte wissen sollten.“

Ja, gell, das möchtest du auch wissen.

Und genau darum liest du den Artikel dann auch ;-).

Und so geht es deinen LeserInnen.

Natürlich kommt es auch bei dieser Überschrift auf dein Thema und deinen Wunschkunden an. Und diese Form der Überschrift kann manchmal auch in die Hose gehen.

„Was uns McElligott über Werbetexte lehren kann“

Mal ehrlich, dazu müsste man wissen, dass McElligott einer der bekanntesten Werbetexter der Welt ist. Sonst wirkt die Überschrift nicht.

Wenn du also mit dieser Überschriftenform arbeiten möchtest, wähle Berühmtheiten, die deine Zielgruppe kennt. Und: Ich finde, man bedient sich dabei immer irgendwelcher Klischees. Aber das entscheidest du.

Beispiele:

  • Erfahre, wie Heidi Klum X Kilo in nur 10 Tagen verliert
  • Lerne 5 Tricks über Pünktlichkeit von einem Schweizer
  • Kochen für Leib und Seele wie Lisl Wagner-Bacher (für die, die wissen, wer diese Lisl ist.)

 

Die „Wie etwas geht“-Überschrift

Diese Form geht fast immer, sie ist die gebräuchlichste und auch unverfänglichste Form aller Überschriftenvarianten.

Ich mag es gern, einfach „Anleitung“ zu schreiben. Mittlerweile habe ich knapp zwanzig Artikel mit „Anleitung“, da lässt sich schon wieder eine Kategorie erstellen oder ein Minikurs in meiner Fb-Gruppe. Ich denke bei jedem Arbeitsschritt immer schon ein Stückchen weiter.

„Wie du gute Werbetexte entwickelst, ohne schreiben zu können“ ,-).

Beispiele:

  • Wie du gute Werbetexte schreiben lernst
  • Wie du schmackhafte Schokokuchen bäckst
  • Wie du rasch 5 Kilo abnimmst

 

Alternativen und Mischformen

Gehen wir gleich in die Praxis.

  • Drucke dir diesen Artikel aus und notiere dir deine „Zutaten“.
  • Dann probiere für einen deiner Artikel, deinen Kurs oder dein Buch jede Überschiften-Variante.
  • Variiere nun und verbinde die unterschiedlichen Möglichkeiten.

Beispielsweise:

  • 5 ultimative Suppenrezepte kochen wie Lisl Wagner-Bacher
  • Wie du ein 5-Gänge-Menü in nur 2 Stunden zauberst
  • 7 Abnehmtipps für Faule

Schnell wirst du ein Gefühl bekommen, was für dich und deinen Wunschkunden stimmig ist.

Außerdem gibt es Unterschiede zwischen Buch- und Kurstitel und Artikel.

Stöbere da einmal ein bisschen in der Buch- und Kurswelt und hole dir Beispiele.

Und: Bei Artikeln kommen noch weitere Zwischenüberschriften als zusätzliche Hilfsmittel ins Spiel. Diese ziehen den Leser tiefer in deine Geschichte, bieten ihm (und Google) Struktur und – wenn du geschickt bist – dient ihre Zusammenfassung in Form eines Inhaltsverzeichnisses dem Leser gleich als Checkliste.

 

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