Charisma im Text: Zeig mir, wie du schreibst, und ich sage dir, wie du bist

 

Kommunikation wirkt. Besonders Text.

Mit deinem Text ist dein Leser alleine mit sich und seinen Kommunikationsfiltern.

Die letzten Monate schrieb ich immer wieder über Techniken, wie dich dein Leser besser versteht.

Was aber in dieser Zeit nie an die Tagesordnung kam, warst du. Dein Mindset und deine Art zu denken und zu schreiben.

Du bist erstaunt?

Und doch, etwas in dir nickt?

Dann bist du genau richtig bei diesem Beitrag.

Heute geht es um deine Ausstrahlung und wie du sie über deine Texte transportierst.

 

Charisma – Geschenk der Götter?

Chrisma stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Geschenk“ oder „Gabe“. Da das Wort aber über die Jahrhunderte einen weiten Weg gemacht hat, wurde es auch von der christlichen Religion angefärbt. Oft findet man es in der Literatur im Zusammenhang „Geschenk der Götter“ oder der „Gnadengabe“.

Heute versteht man die Ausstrahlung eines Menschen darunter.

Charismatische Menschen wirken, wenn sie den Raum betreten. Auf irgendeine unerklärliche Weise scheinen sie zu strahlen und andere in ihren Bann zu ziehen.

Früher wussten nur wenige Menschen (außerdem war man mit dem reinen Überleben sehr beschäftigt), dass wir uns verändern können. Daher glaubte man, diesen Menschen hätten die Götter ihre Ausstrahlung geschenkt.

Heute weiß man, dass man viel an seinem Selbstbewusstsein und seiner Ausstrahlung arbeiten kann.

 

Ja – und genau da tut sich schon die eigentliche Frage auf:

  • Ist es authentisch, sind wir authentisch, wenn wir an unserer Ausstrahlung arbeiten?
  • Oder kleben wir uns da etwas auf die Nase, das wir nicht sind?

 

Schauspielerei ist Kopie …

Der Grad zwischen Schauspielerei und Weiterentwicklung ist schmal. Lernen wir doch alle von Vorbildern.

Wann endet die Schauspielerei, und wann beginnt die Kopie?

Wie erkenne ich selber, ob ich mich tatsächlich weiterentwickle oder nur schlechte Kopie eines charismatischen Menschen bin?

Solange wir Kinder sind, kopieren wir unsere Eltern. Alles, was kleine Kinder sagen, haben sie von irgendwo abgeguckt oder gehört und geben es nun wieder. Anhand der Reaktion ihres Gegenüber ordnen sie das Gesagte in Schubladen. Aus diesen Schubladen zimmern sie ihre Lebenseinstellung.

Wir können sagen, jedes Kind ist eine Kopie seiner Eltern.

Und Schauspieler.

Ohne Absicht.

Anders wäre das Überleben nicht möglich.

Ein Beispiel: Eines Tages beim Mittagstisch, meine zwei ältesten Kinder waren gerade vier und fünf Jahre alt, fragt mich mein Sohn mit echter Naivität, was denn „ …“ sei und schob dabei das ärgste Schimpfwort heraus, das ich kannte.

Da er es tatsächlich nicht zu wissen schien, fragt ich in völliger Ruhe, woher es hätte und ob er wüsste, was es bedeutet. Er hätte es im Kindergarten gehört und wüsste nicht, was das sei. Ich erklärte, was das Wort bedeutet und meinte, dass das ein ziemlich derbes Wort sei, das man besser nicht verwendet, da es andere beleidigt.

Da ich völlig ruhig war und keinerlei unnützer Emotionen zeigte, war das Ding sofort vom Tisch und die Kinder waren sich einig, es nicht anwenden zu wollen, da es grauslich wäre.
Hätte ich aber mit Ekel reagiert oder gleich losgeschimpft, hätten die Kids es anders abgespeichert.

So entwickeln sich Scham, Schuld oder eben ein gesunder Charakter, der es von sich aus ablehnt, Wörter zu benutzen, die er nicht kennt.

 

… Weiterentwicklung echt.

Was ich damit sagen möchte: Wir alle haben unser Verhalten und daher auch unsere Ausstrahlung von irgendeinem Vorbild unserer Kindheit, unserer Jugendzeit.

Doch im Laufe eines Erwachsenenlebens kristallisiert sich (oder sollte) unser eigener Charakter, unsere individuelle Ausstrahlung heraus.

Allerdings erst einmal auf Basis dessen, was wir als Kinder erlebt haben.

Und genau hier beginnt unsere Verantwortung. Noch lange ehe wir selber Kinder haben, spätestens aber zu dem Zeitpunkt. Wir dürfen uns unsere Muster und blinden Flecken anschauen. Und über sie hinauswachsen. Unsere Komfortzone erweitern, verlassen oder gar sprengen.

Evolution bedeutet Weiterentwicklung.

Und die beginnt mit dem Hinschauen auf meine persönlichen blinden Flecken. Auf meine guten, aber auch meine schlechten Angewohnheiten und Seiten. Auf meine Stärken, aber auch meine Schwächen.
Die ich lernen darf, zu lieben. Ohne Wenn und Aber.

In dem Augenblick, wo ich mit mir selber spreche, werde ich – wenn ich unreflektiert durch die Welt wandere – die Worte wählen, die ich als Kind gehört habe. Und die ich als Wahrheit anerkannt habe.

Wobei sich bei dieser Form der Betrachtung zeigt, dass Wahrheit relativ und subjektiv ist.

Wahrheit und Wirklichkeit.

Individuell wie wir Menschen.

Kaum sind wir aus der Kindheit entlassen, beginnt also die Weiterentwicklung.

Das ist echt.

 

Selbstständigkeit ist ein Selbsterfahrungsseminar

Möchtest du in kurzer Zeit viel über dich und deine Muster lernen, mach dich selbstständig. Schalte deinen inneren Beobachter ein und achte auf die Spiegel, die sich in deinem Außen zeigen.

Sei aufmerksam und lerne.

Stehe zu deinen Fehlern, sprich sie aus, entschuldige dich, korrigiere sie.

So ist Lernen. Und wenn du Glück hast, wirst du dafür sogar bezahlt.

So entwickelst du dich stetig weiter.

Das ist echt.

Wie du den Unterschied erkennst, ob du echt bist oder eine Kopie?

 

Gehen wir davon aus, dass du nicht absichtlich jemanden kopierst. Falls du das hier liest und nur darauf aus bist, irgendetwas von mir zu kopieren – von anderen zu kopieren, klick bitte einfach weiter. Früher oder später fliegen uns diese Dinge um die Ohren, die wir unrechtmäßig verwenden.

Das ist das kosmische Gesetz der Anziehung. Es gibt immer noch viele Menschen, die ihre Gedanken, Aussprüche oder Handlungen nicht mit ihrem Leben in Verbindung bringen. Das liegt daran, dass der Schmerz erstens nicht sofort, zweitens nicht auf gleiche Weise kommt.

Bei dem Griff auf die heiße Herdplatte ist es einfach, der Schmerz kommt sofort. Bei absichtlichem Kopieren von Dingen oder Persönlichkeiten dauert es länger und zeigt sich mitunter in einer total anderen Lebenserfahrung.

 

Woran erkennst du, dass du du bist?

Ich persönlich erkenne es daran, dass die Menschen alle ähnlich auf mich reagieren. Ich mache seit über 15 Jahren ein Seminar in einer großen Firma, die TN schreiben sich untereinander, aber auch uns Vortragenden ein Feedback auf spezielle Kärtchen.

Ziel ist, zu lernen, auf das Positive zu achten. Uns Seminarleitern dürfen sie allerdings auch Kritik notieren. Anhand dieser Kärtchen, die ich dann am Ende von den TeilnehmerInnen bekomme, erkenne ich, wie ich auf sie wirkte.

Und die meisten der Eigenschaften, die sie notieren, sind seit all diesen Jahren gleichgeblieben. Das sind ‚merkwürdigerweise‘ auch meine inneren Werte.

Wenn also das, was du über dich denkst, das du bist, mit dem übereinstimmt, wie andere sagen, das du bist, kann man sagen, das du authentisch bist ;-).

Und dort, wo Abweichungen sind, könnten deinen blinden Flecken sein.

 

Charisma in deinen Texten

Weiterentwicklung ist ein stetiger Prozess.

Sie hört niemals auf.

Aber ich kann dir sagen, nach über zwanzig Jahren der persönlichen und spirituellen Weiterentwicklung. Es wird leichter. Mit jedem Stein deines Lebenspuzzles, den du auf Hochglanz polierst, wird das Leben leichter. Müheloser. Die Lerneinheiten allerdings bleiben.

Diese Erkenntnisse und deine wachsende Lebenserfahrung zeigen sich in deinen Texten.

Nun heißt das aber nicht, dass junge Menschen nicht authentisch schreiben können, weil sie noch unerfahren sind.

Auch wenn du jung bist, hast du deine individuelle Lebensaufgabe, bist Teil der Menschheit und damit wichtig und richtig genau an der Stelle, an der du heute stehst.

Authentizität hat nichts mit Alter zu tun.

Auch wenn dir da manchmal die Zweifel kommen.

Zweifel sind normal.

Sich selber und sein Unternehmen von Zeit zu Zeit in Frage zu stellen ebenfalls. Und sogar überlebenswichtig! (Aber das ist ein anderes Kapitel).

Wichtig ist, dass du immer dranbleibst.

Niemals aufhörst, dich weiter und weiter zu entwickeln.

Egal, welcher Tätigkeit du nachgehst, du hast unendlich viele Möglichkeiten dich selber auszuprobieren.

Es bedarf nur einer Entscheidung aus dem Herzen.

Solange du dich weiterentwickelst, solange entwickeln sich auch deine Text weiter:

  • Du erkennst Wörter, die du immer wieder verwendest.
  • Redewendungen, die eher hinunterziehen.
  • Da und dort erhebst du vielleicht den Zeigefinger im Text,
  • bist zu geduldig oder
  • nicht eindeutig genug.
  • Manchmal klagst du aber auch dein Leid.

 

Durch Worte. Satzbau. Und Grammatik.

Und dein Leser liest dich.

 

 

 

Das zweifarbige Buch

Dieses E-Book entstand gemeinsam mit Stephanie Mertens. Da ihre CI-Farbe violett ist und meine blau, entstand das zweifarbige Buch. Schon bei der Entwicklung haben wir erneut bemerkt, dass es Kommunikationsfilter gibt. Auch bei Menschen gleicher Sprache.

 

 

 

Mit Chrisma zum Erfolg. Wirksame Texte für dein Unternehmen.Dieses E-Book zeigt dir, wie dein Charisma und deine Werbetexte zusammenhängen.
Indem du an deiner Ausstrahlung arbeitest, werden deine Texte die Veränderung widerspiegeln.

  • Das E-Book ist teilweise ein Arbeitsbuch, teilweise ein Lesebuch der Erkenntnisse.
  • Du darfst dir daher genügend Zeit nehmen.
  • Veränderungen an uns selber passieren nicht von heute auf morgen.
  • Die Struktur des Workbooks ist daher auch so angelegt, dass du zuerst an dir arbeitest, dann Tipps für deine Werbetexte bekommst.

 

 

 

Auf 76 A5-Seiten zeigen dir Stephanie Mertens und ich, wie Charisma und Text zusammenhängen.
Zahlreiche Arbeitsblätter laden ein, die Inhalte des Buches in die Praxis umzusetzen.

Du erhältst das Buch um € 9,90 und als

  • PDF
  • EPub-Datei (zip) und
  • mobi-Datei (zip)

 

Das pdf kannst dir ausdrucken und daran arbeiten, das EPub auf dem iReader deines Handys bzw. die mobi-Datei auf dem Kindle lesen.

 

 

Das Buch gibt es nur zwischen 27.11. und 01.12.2017.
Damit du den Termin nicht verpasst, haben wir dir hier eine Erinnerungsfunktion installiert.

 

Starte jetzt deinen persönlichen Prozess. Und deine Texte ziehen nach.

Deine

Eva Laspas

Akademie Schreiben lernen

 

Bildquellen

  • Charisma: Gino Dola

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