Lesefreundlichkeit – Formatierung deiner Texte

So werden deine Texte gelesen

Stelle dir vor, die suchst nach einem ganz bestimmten Thema.
Google schlägt dir einige Seiten vor.

Du liest die Beschreibung der Einträge (die übrigens mit SEO zu tun haben).
Entscheidest dich für einen Eintrag, der dir vernünftig klingt.
Klickst dorthin.

Und dich empfängt:

Textwurst

 

Was geht in dir vor?

Genau in diesem Moment?

Wahrscheinlich klickst sofort wieder zurück zu Google, denn du hast keine Zeit, diese Textwurst zu lesen.

Wie schaut deine Seite aus?

 

Sei freundlich zu deinem Leser – Lesefreundlichkeit

Natürlich steht und fällt alles mit deinem idealen Kunden. Und seiner emotionale Lage, wenn er dich sucht. Hat er Schmerzen? Seelische Probleme?

Versetze dich in seine Lage.

Was braucht er genau in der Minute, wo er bereit ist, um Unterstützung zu googeln?

Und was ist er fähig, aufzunehmen?

In jedem Fall – egal, ob du deinen idealen Kunden alt oder jung, groß oder klein, dick oder dünn erschaffen hast – empfangen ihn deine Worte, wie wenn du es selbst wärst.

Du hinterlässt mit deinen Worten einen Eindruck.

 

 

Und wenn du ihn mit einer Textwurst begrüßt, fühlt er sich eventuell überfordert.

Daher ist es essentiell, dass du deine Texte formatierst.

Und da wir gerade beim Thema „Lesefreundlichkeit“ sind – natürlich dürfen alle deine Texte angenehm für das Auge erfassbar sein ;-).

 

Von der Idee zum fertigen Text

Unter lesefreundlich verstehe ich auch Texte, die dich irgendwohin führen.

In den Wald.
Dort wo er am dichtesten ist.
Denn dort entdeckst du …

Siehst du, schon mit diesen drei kleinen Sätzen habe ich dich gezogen.
In ein Feld, das Spannung erzeugt.

Im Fall deines Blogartikels kannst du das auch nützen. Je nachdem, was du anbietest.
Aber auch wenn du keine Spannung, sondern eine Lösung anbietest, sollte der Kunde dorthin geführt werden. An den Schluss deines Beitrages – dorthin, wo die Lösung steht.

Also im 1. Schritt geht es um den Aufbau deines Textes.

Wenn du ihn fertig geschrieben hast, überprüfe ihn noch einmal an Hand folgender Kriterien:

  • Problem des Kunden erkannt
  • Lösung angeboten
  • Roter Faden beherzigt
  • Emotionen angesprochen
  • Zeitwörter variiert
  • Überschriften getroffen
  • Füllwörter beseitigt
  • Rechtschreibung überprüft und Tippfehler behoben

Wenn du das alles eingearbeitet hast, kommt der nächste Schritt – die Textformatierung.

 

Schriftart und Schriftgröße

Für deinen Artikel, der eine A4-Seite füllt, ist Schriftgröße 11 oder 12 lesefreundlich.
Verwendest du eine kleiner Schriftart, teile deinen Text in zwei Spalten.

Warum?
Weil unsere Augen ermüden, wenn sie lange Zeilen verfolgen müssen. Außerdem nehmen wir schon die Folgezeile wahr. Sozusagen liest du – ohne es zu bemerken – schon die nächste Zeile mit.
Wenn deine Augen also über den ganzen Bildschirm wandern müssen, um einen Satz zu verfolgen, werden sie müde. Gleichzeitig verlierst du leichter den Faden – brauchst also mehr Konzentration, um dem Inhalt zu folgen – weil die Zeile darunter ebenso lang ist.

Noch anstrengender wird es, wenn die Sätze ellenlang sind und sich über einige Zeilen ziehen. Ganz besonders „fein“ ist es, wenn das Verb, das zum ersten Satzteil gehört, erst nach vier Zeilen ganz am Ende steht.

Du siehst – kurze Sätze haben Vorteile. Auch hier bei der Lesefreundlichkeit.

Wenn du dir mit dem Kürzen deiner Texte schwer tust, hole dir hier die Anleitung zum „Texte kürzen“:

Anleitung E-Mail Betreffzeile

 

Lösung:
Verwendest du eine kleine Schriftgröße, verkürze die Zeilenlänge.

Im Zeitungswesen gibt es dazu extra Tabellen, damit man genau die richtige Zeilenlänge zur Schriftgröße hat.
Zu kurze Zeilenlängen sind für einen Artikel auch nicht gut. Auch dabei braucht das Auge mehr Muskelkraft, weil es so oft hin- und herhuschen muss.

Beim Bildschirm ist das etwas anders. Und für das Handy ebenso.
Verwende eine ausreichend große Schriftgröße.

(Darum sollte deine Webseite auch mobilfreundlich sein. Ist sie das? Hier kannst du das überprüfen).

Wenn deine Webseite mobilfreundlich ist, stellt sich die Zeilenlänge (vom Programm deiner Webseite) so ein, dass dein Leser nicht scrollen muss.

Außerdem:
Wähle eine Schriftart, die klare Buchstaben verwendet. Verschnörkelte Buchstaben oder gar nur Großbuchstaben sind viel schwerer zu lesen.

 

Lesefreundlichkeit ist, wenn dein idealer Kunde deine Texte leicht lesen kann.

 

Textformatierung

Wichtig für die Lesefreundlichkeit ist auch, dass du dem Auge Möglichkeiten gibst, sich auszuruhen. Das schaffst du mit:

  • Überschriften
  • Absätzen
  • Zitaten
  • Aufzählungen
  • Wörter fett schreiben
  • Andere wiederum kursiv

Dabei gilt: Struktur mit Maß und dem Artikel entsprechend.

Für einen Blogbeitrag wirst du mehr Überschriften einfügen, als für einen Artikel in einer Zeitschrift. Viele Absätze erhöhen im Web die Lesefreundlichkeit.

 

 

Sonderfall: Textformatierung im Newsletter

Der Newsletter ist ein Sonderfall.
Meist wird er auf dem Handy gelesen.
In einem E-Mail-Programm.

Das formatiert den Text nicht handygerecht.
Das darfst du machen.

Daher ist es jetzt ideal, wenn du deine Zeilen sehr kurz hältst.
Damit sie in wenigen Augenblicken erfasst werden können.
Probiere es aus.

Schicke dir selber deinen Newsletter.
Und lies ihn mit deinem Handy.

 

 

Viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung.
Deine Eva Laspas
Akademie Schreiben lernen

Bildquellen

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